Einsatz von Aussenterrarien

Eine Aussenhaltung bietet sich an, um den Tieren natürliches Sonnenlicht zu gönnen und gleichzeitig etwas Strom zu sparen. Dies verbessert die Farbenpracht bei gewissen Arten enorm, dennoch müssen ein paar grundlegende Punkte beachtet werden.

Wichtig zu beachten ist, dass möglichst viel Gazefläche vorhanden ist, da die Tiere in einem Vollglasbecken schnell an einer Überhitzung zu Grunde gehen. Aus demselben Grund sind Kunstpflanzen oder andere schattenspendende Gegenstände wichtig. Selbst dann sollten Tiere während Hitzeperioden nicht in der direkten Sonne stehen.
Der Deckel selbst sollte nur zu einem Teil aus Gaze sein, so können die Öffnungen von Verstecksrohren darunter sich nicht mit Wasser füllen.

Die Freiluftterrarien sollten sicher vor Vögeln und in einer für Katzen nicht erreichbaren Höhe sein.

Dank der Klimaverschiebung werden die dafür möglichen Fenster immer grösser. Für mich hat sich folgende Faustregel unabhängig von der Jahreszeit bewährt: Kann ich mich am entsprechenden Standort im T-Shirt an der direkten Sonne aufwärmen, dann können auch die Geckos in der Zeit nach draussen. Oftmals gibt es sogar in den Wintermonaten kurze Zeitfenster dafür. In den Sommermonaten können die Geckos auch nachts draussen bleiben. Bei Hochlandarten hat sich eine untere Grenze von 8°C, für Tieflandarten 14°C bewährt, sofern die Temperaturen am Tag auf über 25°C steigen.

In Bambusstäbe mache ich jeweils unten nochmals ein Loch rein, damit sie sich nicht mit Wasser füllen und für die Tiere zur tödlichen Falle werden.

Eigenbau von Aussenterrarien

Mit einer Winkelschleifmaschine lassen sich die Seitenwände einer Waschmittelbox gut ohne Risse herausschneiden.
Nun werden passende Stücke aus Aluminiumgaze (Fliegengitter) zugeschnitten, welche mit einem Lötkolben problemlos eingeschweisst werden können. Einfach mit dem heissen Lötkolben darüber fahren und es hält.

Diese Behälter können nun an einem Kleiderständer befestigt werden. So sind die Aussenterrarien vor Katzen geschützt und können bei schlechtem Wetter einfach hereingefahren werden. Der Boden muss zusätzlich z.B. mit Steinen beschwert werden, da der Kleiderständer sonst im Wind schnell kippen kann. Eine zusätzliche Schnur um die Aussenterrarien verhindert, dass diese vom Wind herumgeschlagen werden.
Mit diesem praktischen „Phelsumobil“ [ursprüngliche Idee von Ralph Budzinski Aussenterrarien an einem Kleiderständer anzubringen] habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die Waschmittelboxen werden leider nach ein bis drei Jahren spröde und müssen ersetzt werden. Dennoch ist es eine einfache, kostengünstige Variante, die sich bewährt hat. Zudem können die Boxen jedes Mal optimiert werden. Beispielsweise schneide ich inzwischen vom Deckel nur noch ca. einen Drittel raus.